Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche

Das Projekt Aula finde ich sehr unterstützenswert.
Aktuell wollen die Schüler*innen in die Social-Media-Debatte einbeziehen. Dazu gibt es hier eine Umfrage:
https://aula.limesurvey.net/beyondthefeed

Hat die Umfrage jemand von Euch ausgefüllt? Sind das Fragen, die auch Euch betreffen, bewegen oder interessieren?

Die Grünen und die CDU haben im Landtag NRW einen Antrag zu $subject gestellt:

https://opal.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-18100.pdf

Ich habe dazu in einem Forum der Grünen NRW folgende Anfrage gestellt:

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Habt Ihr den Antrag von Grünen und CDU zur Verpflichtung von Ausweiskontrolle für alle in “Sozialen Medien” gesehen?

Da wird natürlich wie viele solche Sachen “für die Kinder” argumentiert. Ich werde meinen Kindern beibringen müssen, wie sie das umgehen können.

Als Grund werden die bekannten Probleme der sogenannten “Sozialen Netzwerke” genannt. Dass es Soziale Netzwerke gibt, die diese Probleme nicht oder zumindest viel weniger haben, wird nicht anerkannt.

Dass diese Regulierungen die Monopole der großen Anbieter zementieren, deren Personalisierung und Monetarisierung vereinfachen und die alternativen Anbieter belastet wird mit keinem Wort berücksichtigt.

https://opal.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-18100.pdf

Was in meinen Augen wirklich helfen würde, sind die Forderungen die Martin Andree u.a. in seinem Buch „Krieg der Medien. Dark Tech und Populisten übernehmen die Macht“ aufschreibt:

  • Wirtschaftliche Trennung von Übertragungsweg und Inhalt: z.B. youtube Aufspalten in youtube plattform services und youtube content services
  • Obergrenze von 30% Marktanteil auch für digitale Medien (bei Gedruckten gibts das schon)
  • Offene Standards für Plattform Content
  • Verbot der Monetarisierung strafbarer Inhalte (Holocaustleugnung, Aufforderung zu Straftaten,
  • Freiheit für Outlink Gestaltung auf Plattformen

Hier ein Video von ihm: https://tilvids.com/w/cRFo12UfiBcRRNsTtrBura

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Hier die Antwort, die ich bekommen habe:

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Schaut euch als erstes an, was Verena Schäffer und Alexandra Geese zusammen aufgeschrieben haben: https://alexandrageese.eu/hass-und-radikalisierung-auf-plattformen-stoppen/

… Dann:

  1. Hier steht mit Absicht datensparsam, weil niemand in dieser Koalition die Absicht hat, biometrische Daten oder Ausweise an Konzerne in den USA oder China zu geben: “Plattformanbieter müssen gesetzlich verpflichtet werden, eine effektive, technisch belastbare und datensparsame Altersverifikation vorzunehmen. Hierbei ist zu prüfen, inwieweit sich beispielsweise das EUDI-Wallet für den Verifizierungsprozess eignet.” → “biometrisch” und Ausweiskontrolle liest du in diesen Antrag ohne Grundlage rein

  2. Es geht in diesem Antrag nur um Kinder- und Jugendliche. Das ist ein Fokus.

Kinder gehören auch nicht alleine auf Mastodon oder Peertube, da können sie genauso Opfer von Grooming werden. Genauso auch in zu große geschlossenen Chatgruppen, in denen sie Dinge teilen. Deshalb ist die Idee eines Kinderkanals für diese Art der Vernetzung eingeflossen: “Dabei sollen auch kindgerechte Alternativen unter Einbindung von Kindern und

Jugendlichen berücksichtigt werden, um deren digitale Teilhabe zu ermöglichen.” → für die Zielgruppe unserer Antrags sind Alternativen bedacht

Der Antrag greift den relevanten Teil dieses Papiers auf, darauf haben sich Alexandra Geese als Digitalexpertin und Verena Schäffer als Kinder und Jugendministerin geeinigt.

Und wer nochmal einen externen interdisziplinären & wissenschaftlichen Ansatz drauf werfen will, dem sei das Diskussionspapier der Leopoldina empfohlen:
https://levana.leopoldina.org/servlets/MCRFileNodeServlet/leopoldina_derivate_01077/2025_Leopoldina_Diskussion_40.pdf

Am Mittwoch, 15. April wollen die Grünen die Perspektiven junger Menschen einbeziehen. Wäre super, wenn da jemand von uns dabei wäre.
https://www.gruene-bundestag.de/veranstaltungen/veranstaltung/social-media-perspektiven-junger-menschen/

Das ist ja ganz hervorragend, dass ein Format zur Einbeziehung Jugendlicher an einem Mittwoch nach den Osterferien um 13 Uhr veranstaltet wird.

Aber: Ich fände das auch wichtig und würde jemanden aus @aktive , die oder der unter 16 Jahre alt ist, dort hin begleiten für einen Tagesausflug nach Berlin, wenn jemand möchte. Fände ich auch sehr wichtig, und eine Schulbefreiung lässt sich dafür ja problemlos erwirken.

Also, wer möchte?

@iw Ich verstehe noch nicht so ganz, wie man als Jugendliche*r Teil dieses Workshops werden kann. Auf der verlinkten Website geht es nur um die Vorstellung der Ergebnisse. Bring doch bitte mal in Erfahrung, wie…

  • …Jugendliche von Teckids sich dort einbringen können
  • …Jugendliche oder generell jemand von Teckids als Expert*in an der Fishbowl-Diskussion teilnehmen kann

Henne oder Ei? Wenn ein Jugendlicher von uns da hin will, dann frage ich gerne nach.

Als Experte an der Diskussion teilnehmen: ich kenne keine(n) der Organisatoren.

Also mir fehlte jetzt so ein bisschen einen Teil, wo man selbst Ideen äußern könnte, wie man den „Schaden“ durch „Social Media“ begrenzen könnte. Abgesehen davon finde ich die Fragen ziemlich gut Gestaltet, vor allem dass man angeben kann, welche schlechten Erfahrungen man gemacht hat. Dadurch wird auch ein besseres Bild davon eingeholt, als das oft übermäßig dramatisierte Bild, was von der Politik vermittelt wird.

Ich sehe die Umfrage auch als eine sehr gute Idee und auch sehr gut gestaltet.

Ich möchte mich auch gerne aktiv gegen ein Social-Media-Verbot einsetzen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, E-Mails an Abgeordnete zu verfassen oder mit diesen zu telefonieren und in kleineren Runden das zu diskutieren (z.B. mit Schülern, Lehrern, Leute von/in Jugendzentren), aber eher nicht in einer größeren Runde.

Ich hatte oben die Veranstaltung mit den Abgeordneten am Mittwoch, 15.4. verlinkt. Was da nicht steht: am Vormittag der Veranstaltung gibt es einen Workshop mit Jugendlichen. Ich habe jetzt gehört, das bis Montag die Bewerbungsfrist dafür läuft. Sobald ich was schriftlich habe, gebe ich das hier weiter.

Falls wir darauf nicht warten wollen, könnten wir auch direkt an denise.loop@bundestag.de schreiben.

Hier ist die Ausschreibung - Workshop zu Social Media.pdf (277,4 KB)

Die Beschränkung auf Jugendliche ab 14 Jahre können wir vielleicht umgehen, wenn wir Betreuung organisieren.

Bewerbungsschluss ist Montag.

Inzwischen habe ich auch mit Leuten vom Projekt Aula telefoniert: die Umfrage oben läuft auch bis Montag. Wenn von uns jemand zu den Grünen nach Berlin fährt, dann können wir da wahrscheinlich auch schon Vorab-Ergebnisse aus dieser Umfrage mitbringen.

Ich habe die Umfrage ebenfalls ausgefüllt.

Ich finde die Fragen waren für mich weniger betreffend, weil sie sehr darauf bezogen waren das mach auch Social Media(bzw. die Plattformen wie TikTok, Instagram) nutzt. Doch wenn ich an andere Kinder in meinem Alter denke die ich auch kenne, dann kann ich die Fragen auch sehr gut verstehen.

Ich fand außerdem gut das man seine feste Position zur Social-Media-Verbot zeigen kann und auch Begründen.

Ausschreibung - Workshop zu Social Media.pdf (277,4 KB)
Hier ist die Ausschreibung. Wie schon oben geschrieben, findet das am Mittwoch, 15.4. vormittags statt.
Die Frist ist zwar am Montag abgelaufen. Wenn jemand hin will, können wir trotzdem probieren, ob das möglich ist.

Ich würde mit zu dem Workshop kommen. Ich bin “Social Media-interessiert” und kenne das Fediverse.

Social Media ist jetzt nicht mein Steckenpferd, aber wenn jemand da großes Interesse dran hat & vielleicht sich über Begleitung, ein bisschen Politikerfahrung usw. freuen würde, bin ich dabei. Ist ja um die Ecke;)