OSS-Multimedia-Kiste bauen (Performous, Recording, usw.)

Ich würde gerne eine (natürlich auf freier Software basierende) Multimedia-Kiste bauen. Die Idee ist, dass wir nachher eine tragbare Box haben mit einem Computer, auf dem wir Multimedia-Software ausführen künnen, und etwas Hardware drumherum, die verschiedene Einsatzzwecke erfüllt, darunter Performous mit guter Qualität und mindestens vier Mikrofonen und auch Audio-Aufzeichnungen.

Session-Redaktion

Ich hatte die Idee, unser bisheriges Performous-Setup „einfach“ um weitere 4 auf 6 Mikrophone zu ergänzen, als Jahresendspende. Von Seiten Performous gibt es eine Audio-Equipment-Wikiseite dazu.

In deren Kommunikationskanal (Discord schauder…) wurde mir empfohlen, einfach vier individuelle USB-Mikrophone (z.B.) zu besorgen und außerdem einen USB-Extender (z.B.) mit USB-3-Anschluß (da ein USB-2-Port alleine nicht die Bandbreite für genug individuelle USB-Mikrophone habe).

Costa quanta ca. 75 € (was ca. ⅔–½ von dem, was ich zu spenden vorhatte, wäre).

Eine weitere Option wäre, nochmals zwei Singstar-Adapter (können jeweils zwei Mikrophone an einem USB-Port anschließen) und vier Singstar-Mikros zu kaufen… letztere gibt’s aber nicht mehr in neu, und alte Mikros sind potentiell pfui und verseucht.

Die „Pro“-Option wäre, ein USB-Audiointerface mit mindestens sechs Mikrophoneingängen (und mindestens einem Aufnahmekanal pro Mikro, da Performous sonst nicht die einzelnen Mikros analysieren kann) zu kaufen und dort alle Mikros dran anzuschließen. Dann kann man Mikros separat kaufen.

Bei Thomann (Musikladen) in der Liste fängt’s bei 261 € für den Adapter an. Das wäre für mich alleine zu viel, aber Nik sagte, das habe die folgenden Vorteile:

  • die Signale aller Mikrophone kommen gleichzeitig an, es gibt keine Laufzeitenunterschiede, damit ist das fair statt evtl. verzögert
  • man kann das Equipment auch noch für andere Sachen nutzen (PR zum Beispiel)
  • das Gerät kann Mikrophone mit XLR-Anschluß und welche mit „großer Klinke“ nutzen (erfahrungsgemäß sind „kleine Klinke“ mit Adapter aber so klobig, daß die leicht rausfallen, und daher wenig empfehlenswert), und grüppchenweise Speisespannung an‑ (brauchen Kondensermikrophone) und ausschalten (dynamische Mikros brauchen sie nicht)
  • das erste Gerät hat bereits 18 Aufnahmekanäle
  • man kann’s einfach unter den Tisch stellen (Nachteil aber: es braucht sein eigenes Netzteil)
  • man kann die Boxen auch direkt dran anschließen

Beim Nutzen für andere Sachen sind aber unter Umständen Konsendermikros besser (wobei man sicher auch erstmal mit dynamischen Mikros arbeiten kann und das eine weitere Ausbaustufe wäre), während man für eine Karaoke-Umgebung (laut, Störgeräusche, parallele Gesänge) auf jeden Fall dynamische Mikrophone braucht; am besten sogar welche, die auf Sprachprojektion/Gesang getrimmt sind. Diese gibt’s bei Thomann ab 9,90 € (taugen aber nix; das Behringer für 15 € ist das günstigste, was laut Bewertungen was taugt, das für 19,90 € hat auch einen An/Aus-Schalter und ist etwas besser; man braucht aber noch Kabel, idealerweise eher 4–5 als 3 Meter, wenn man da zu sechst Performous nutzen will). Mikros gibts teilweise auch in Dreierpacks günstiger.

Vorteil am separaten Kabelkauf: man kann die Mikros dann anhand der Kabelfarbe unterscheiden, selbst wenn man 6 (oder mehr) identische hat.

Neben meiner Spende (die dann als Geldspende das zum Teil bezahlt) sieht Nik bei Thomann auch noch Sponsoringchancen; im Musiker-Board machen die immer Gewinnspiele, daher halte ich das für nicht unrealistisch.

Für die Performous-Box brauchen wir ohnehin auf jeden Fall noch kabelgebundene Boxen — Blåtand (Bluetooth) bringt einfach zu viel Verzögerung rein, wie wir bei der Box von Basti damals gesehen haben. Da habe ich jetzt nicht selbst nach recherchiert, weil wir bisher immer einfach Niks Laptop und „wat halt grad dō es“ an Lautsprechern genommen haben. Beamer haben wir, Leinwand weiß ich nicht.

Öhm. Ich hatte das alles erstmal mit Nik per Jabber besprochen; er meinte, ich solle das hier reinposten, für… kA, Diskussion? „und wir haben ja Audio-Technik-Spezialisten unter den Kids“. (Ich kann nur Notensatz und Nik bei Zeltlager-Performous mit Lag abziehen, keine Audiotechnik.)

Die Hardwareaausstattung der Box selbst müßte man auch sehen; m.E. reicht ein RPi 3 auf gar keinen Fall, viel zu laggy, viel zu schmales USB; im 4 soll das etwas besser sein, aber eventuell will™ man eine andere Plattform als Basis, egal ob jetzt x86 oder ARM. Performous ist auch erstaunlich anspruchsvoll, mindestens OpenGL 3.2 (IIRC) wird benötigt, also tut’s unter Umständen auch der eingebaute Graphikchip nicht und man braucht eine separate Graphikkarte (und kann sich dann einen eingebauten Chip sparen). Außerdem sollte die Graphik den Beamer mit voller Auflösung (die da wäre?) ansteuern, idealerweise flimmerfrei, und Nik spielt bei Performous gerne die Videos mit ab statt einen statischen Hintergrund zu nehmen. Multikanalaufnahme braucht noch mehr Ressourcen und niedrige Latenz.

So eine Multimedia-Kiste klingt ganz sinnvoll. Ich bin auch dafür, dass da ein Audio-Interface mit rein gehört.
Soll das am Ende eine Kiste sein, aus der man dann alle Komponenten entnimmt, oder sie an sich in ihrer Form eingesetzt werden soll? Ich kann mir vorstellen, eine Box aus Holz zu bauen, in die man dann entsprechende IO-Ports des Computers auslasert/aussägt und ggf. sogar direkt Lautsprecher an die Wand integriert. Dann könnte man das Audio-Interface und ein Kaltgerätekabel an der (Holz-)Kiste anschließen, ohne dass man den Computer entnehmen muss.